Markus’s Tip: Rostige Bremsscheiben? Wie du die Ursache behebst und nicht das Problem

Markus Reinisch Markus's Tip, preloved Hybrids 5 Comments


Wiedermal keinen Tüv wegen der Bremsen?

Wie du solche Bremsscheiben vermeiden kannst!

Toyota’s und Lexus sind extrem zuverlässige Autos.
Leider führt dies oft zum Wartungsmangel. Auch viele Werkstätten beheben nur Symptome und keine Ursachen, beim Thema Bremsen.
Symptome ist eine rostige Bremsscheibe hinten.
Behoben wird dies durch tauschen der Scheibe und Klötze.
Bis beim nächsten TÜV wieder das Problem da ist.

Aber was ist die Ursache?

Es ist ein steckender Bremssattel. Werkstätten verkaufen dir dann gerne einen Neuen, obwohl nur die Führungen des Sattels das Problem sind.

Tauchen wir einmal tiefer ein.

Nehmen wir als Beispiel einen Prius 2, der hat steckende Bremsen hinten als großes Problem.
Der Prius bremst durch seinen Hybridantrieb allgemein sehr wenig. 230.000km und mehr mit einem Satz Bremsscheiben ist keine Seltenheit.
Der geringe Verschleiss bedingt wenig Bewegung der Bremsklötze. Besonders hinten, da kann es sein das du 500.000km mit den Bremsscheiben fährst.
Durch die geringe Bewegung, stecken die Sättel gerne.
Der Sattel gleitet bei jedem Bremsen am Gleitbolzen hin und her. Steckt dieser, Bremst das Auto noch immer, aber außen bildet sich Rost, weil nur 50% der Scheibe genutzt werden. Der Bremskolben drückt nur innen den Belag zur Scheibe. Aussen kann er nicht, weil der Sattel am Gleitbolzen steckt.
Prius hat noch eine Eigenheit, du glaubst alles ist gängig, da der Bremssattel sich zum wechseln der Beläge hochklappen läßt. Sprich er rotiert am Gleitbolzen.
Leider falsch, wenn die Bremse fest ist, dreht sich die Verschraubung vom Gleitbolzen, dies weckt den Eindruck das alles super ist.
Du kannst aber den Sattel nicht hin und herschieben am Gleitbolzen, wie es sein sollte.
Die Demontage eines solchen Sattels, geht nur mit Bremssattel abbauen.
Die festen Führungsbolzen, sind meist nur mit Hammer und Hitze abzubauen.
Dabei beschädige ich gerne die Staubmanschetten, die dann auch neu kommen.
Mit Hirn und Gewalt bringst du so die Gleibolzen heraus und kannst so den Sattel retten.
Die Löcher der Gleitbolzen reinige ich dann mit dem Dremel und einen Schleifaufsatz
Link dremel
Als Tip, Schleifaufsatz ganz hinten spannen damit er maximale Länge erreicht.
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Die Gleibolzen, sollten neu gegeben werden. Wenn dies nicht machbar ist, weil keine du herumliegen hast auch kein Thema.
Einfach mit der Bandschleifmaschine den Rost entfernen.
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Zusammenbauen mit viel Fett, damit die Bremse auf den Bolzen gleiten kann.

Was tun um sich die Arbeit zu sparen?

Wir machen bei jedem Service die Bremse gängig.
Sprich, Sattel hochklappen, schauen ob er leicht gleitet. In der Not nachfetten wenn er schon schwer geht. Wenn er klemmt, hilft meist der Hammer um dies zu lösen.
Einfetten und gut.
Vorne wie hinten dies machen. Es spart sehr viel Zeit und Ärger, wenn der Sattel immer funktioniert.

euer Markus

unterschriftM

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Comments 5

  1. Servus Markus, (wie geht`s?)
    Guter Artikel …. meine Erfahrung dazu bei meinem P2. Habe ihm bei 170.000 km neue Bremsen rundum gegönnt. (bei dir gekauft) Habe natürlich alles sehr gut gesäubert, aber nach erst 2000 km steckten die hinteren Bremsen zwar nicht, waren aber schwergängig. D.h. wenn ich den Reifen kräftig angedreht habe blieb er nach nicht mal 1 Umdrehung schon wieder stehen. Das passte mir nicht. Seit dem sprühe ich 1x im Monat die Führungen mit Kriechöl leicht ein. Ein wenig gebe ich sogar in Richtung Scheibe / Beläge. (Nachahmung NUR auf eigene Verantwortung!!) und nach nun 12.000km habe ich keinerlei Probleme mehr.
    Reifenwechsel fällt bei mir DANK Ganzjahresreifen weg, bocke ihn aber 1-2x im Jahr kurz
    auf und prüfe die Leichtgängigkeit. Die hinteren Räder laufen nun sehr leicht, mindestens 2-3 Umdrehungen !! Es wirkt sich auch auf den Verbrauch aus! (-0,2 bis 0,3L). Die Bremswirkung ist sehr gut und gleichmäßig. (HL:2,8kN / HR:2,9kN)
    Ja … so schaut es aus.
    Gruß, Eduard aus GU
    (ev. sehen wir uns mal wieder drüben am Fasslberg?)

  2. Post
    Author

    Danke Eduard.

    Bin diesen Freitag und Samstag drüben kannst gerne vorbeikommen.

    Ich mache es so, beim Service wird die Bremse gängig gemacht und neu gefettet.

    Fett haben wir auch gesehen, Graphitfett funktioniert besser als normales.

    Anderen Tip den ich dir geben kann. Wir putzen die Führung im Sattel immer mit füdem Dremel aus, wenn die mal rostig war, dann ist sie so viel kleiner das sie schwerer geht.

    Das andere ist der Gummischutz beim unteren Gleitbolzen.
    Putzen und neu einfetten, der kann auch schwer gehen weil er kein Spiel mehr hat.

    Wennst vorbeikommst, können wir gerne deine Bremsen hinten anschauen. Mit Bühne ist es einfacher 😉

  3. Bei mir war hinten auch der eine Gleitbolzen fest. Ostern zum Reifenwechsel war ein passender Zeitpunkt. Allerdings haben Hitze und begrenzte Gewalt (wollte nichts zerstören) nicht geholfen. Und weil ich den Hydraulik-Kreis nicht öffnen wollte (zu viel Respekt vorm Entlüften), musste auch alles im Radkasten geschehen. Nicht schön.
    Ich habe letztlich den Sattel von hinten aufgebohrt. Denn dann erreicht man den Innensechskant des Gleitbolzens. Mit einem Rohr auf dem Imbus-Schlüssel habe ich den Bolzen auch gerade so bewegen können und langsam unter großer Anstrengung und immer wieder mit Kriechöl versehen „herausgeschraubt“.
    Das Loch bekam am Ende ein Gewinde und wurde mit Dichtung und kurzer Schraube wieder verschlossen.

    Übrigens habe ich alle Teile wieder verbaut. Die Bolzen und auch Scheiben habe ich elektrolytisch entrostet (Eimer mit Waschsoda, Stück Stahl und ein „dummes“ Ladegerät reichen). So wird die Oberfläche geschont, da nur der Rost reagiert.
    Die Scheiben habe ich anschließend komplett mit Zinkspray (nur Zink und flüchtiges Lösemittel, kein Binder) konserviert. Da ist nach über einem halben Jahr noch immer kein neuer Rost zu sehen.
    Ich werde die Bremsen jetzt jährlich zerlegen und prüfen.
    Netter Effekt war auch, dass der Verbrauch ca. 0,5 l weniger als letztes Jahr war.

    1. Post
      Author

      Danke für deine Ausführung. Ist auf diese Weise auch machbar. Besonders wenn die Bremse nicht entlüftet werden kann. Ist der Tester meiner Meinung nach notwendig, da dies mit der herkömmlichen Methode nicht perfekt funktioniert.

      Dadurch das die Teile so günstig sind ist die Frage ob man sich das mit dem chemisch entrosten an tut oder nicht gleich neu kauft.

      Auf jedenfall ist das Bremsen stecken ein Problem auf das geschaut werden soll nicht nur bei Hybriden.

      Meiner Meinung nach ist das ein Thema wo die Werkstätten drauf achten sollten.

      Allzeit gute Fahrt

      Mit freundlichen Grüßen

  4. Warum denn hat ein T Camry Hybrid aus Kentuckinicht diese Probleme ? Ich bin ca 160Tkm/100miles ohne irgendwelche Wartung an den Bremsen in D. gefahren. Ich glaube es liegt einzig und allein an der Stahlqualität.

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